Shanghai (上海) sum up

Dass waren sie also, meine acht Tage in Asiens Boomtown Shanghai (上海). Atemberaubend groß, beeindruckend schön aber auch ungemein anstrengend sind die Attribute, die mir abschließend dazu einfallen. Definitiv eine Stadt die man mal gesehen haben sollte und die man eventuell über Jahre hinweg öfters einmal besuchen sollte um die rapiden Veränderungen zu sehen und mitzuerleben die Shanghai erfährt. Wer weiß vielleicht zur Expo 2010 wieder! 😉
Highlights waren sicherlich – wie sollte es anders sein – der Bund (外滩), sowohl bei Tag wie auch zur nächtlichen Stunde, der Yuyuan Garden (豫园) mit seinen zahlreichen Teichen, Felsformationen und Pagoden, Xintiandi (新天地) und die French Concession mit ihrem unnachahmlichen Flair und Pudong respektive Lujiazui (陆家嘴) mit seinen zahlreichen Wolkenkratzern und dem Oriental Pearl Tower (东方明珠塔).

Ein erneuter Besuch in Shanghai lässt sich schon kaum deshalb nicht vermeiden, weil ich sowohl die Seidenstadt Suzhou (苏州) als auch den Westsee in Hangzhou (杭州) nicht besucht habe! Also auf bald und 再见 (Zài jiàn). Winke winke

Rückflug

Am nächsten Morgen hieß es erst einmal die restlichen Dinge und Hotelsouvenirs 😎 einzupacken, meinem Zimmer Lebewohl zu sagen und auszuchecken. Mit dem Taxi – VW Santana selbstverständlich 😉 – ging es dann auf einer erneut halsbrecherischen Fahrt, auf der ich mehrmals die Augen schließen musste, zum Pudong International Airport. Nach dem Einchecken und der Passkontrolle war erstmal das zurückwechseln meiner restlichen Yuan in Euro angesagt. Hierzu unbedingt den/die Wechselbelege aufheben, denn ohne gültige Belege kann man auch keine Yuan zurückwechseln! Nach etwas Warten ging es dann mit ca. 45 Minuten Verspätung mit Alitalia Flug AZ791 zurück nach Mailand. Das Boardunterhaltungsprogramm lief dieses mal auf Hochtouren und so wurden sage und schreibe fünf Filme geboten – Fever Pitch, The Devil Wears Prada, Inside Man, The Greatest Game Ever Played & X-Men: The Last Stand.

Auch der Rückflug von Mailand verzögerte sich etwas. In München ging dafür alles ganz schnell. 20 Minuten nach der Landung stand ich dann schon vor dem Fahrkartenautomaten der S-Bahn, wo es gar nicht so leicht ist aus dem Tarifdickicht die richtige Fahrkarte auszuwählen! Nach ewig langer Fahrt zum Hauptbahnhof – wann kommt endlich der Transrapid? – ging es von dort aus nach Augsburg, wo ich gegen ein Uhr morgens schon erwartet wurde!

Lujiazui (陆家嘴)

Anfang der 1990er-Jahre waren hier noch Bauern in Reisfeldern und heruntergekommene Lagerschuppen anzutreffen. Heutzutage schießt hier ein Wolkenkratzer nach dem anderen in die Höhe auf dessen Dächern sich internationale Top-Agenten tummeln! 😉

Lujiazui (陆家嘴) ist heute der wichtigste Finanzdistrikt in Shanghai und wurde 2005 erneut als Freihandelszone ausgewiesen. Über 10.000 ausländische Firmen sind hier bereits ansässig – Tendenz weiter steigend. Mitten in diesem Meer aus Hochhäusern liegt direkt an der Century Avenue der Lujiazui Park. Von dieser grünen Oase aus hat man einen wunderbaren Blick auf die umstehenden Wolkenkratzer. Besonders ins Auge fällt dabei natürlich der Jin Mao Tower und das direkt daneben entstehende Shanghai World Financial Center. Diesen Rundumblick habe ich auch in einem kleinen (sehr laienhaften) Video festgehalten:

Im Lujiazui Park steht auch noch ein altes jedoch hervorragend renoviertes Shikumen-Haus, dass den Lujiazui Development Showroom beherbergt (der leider geschlossen war) und welches vielen Brautpaaren als Kulisse für ihre Hochzeitsfotos dient.

Super Brand Mall

Direkt zu Füßen des Oriental Pearl Towers liegt die Super Brand Mall (正大広場) – Asiens größtes Einkaufsgebäude. Hier muss man erst einmal über diverse Rolltreppen in den dritten Stock fahren um dann erst in einem riesigen Atrium zu stehen! Zu finden sind hier hauptsächlich Modegeschäfte aber auch eine Buchhandlung oder Toys’R’Us ist hier vertreten.

Doch wird hier auch der Größenwahn der Stadtväter und der „Partei“ deutlich. Denn ein Großteil der Ladenflächen steht nach wie vor leer. Dafür ist man aber um die Hygiene ungemein besorgt und so ist überall Personal anzutreffen, welches Handläufe reinigt oder wieder ein paar Quadratmeter des Bodens wischt.
Zum Geld ausgeben sicherlich gut geeignet – billiger ist es wo anders. Aber aufgrund der schier unglaublichen Dimensionen sollte man durchaus mal einen Blick riskieren.

Riverside Promenade

Den nächsten Vormittag verbrachte ich bei strahlendem Sonnenschein erneut auf der Riverside Promenade, und handelte mir während meines Frühstücks prompt einen Sonnenbrand ein. Der Blick auf die gegenüberliegenden Gebäude, die Zeugnis über eine längst vergangene Zeit ablegen ist einfach beeindruckend, ganz zu schweigen von den Riesen aus Stahl, Beton und Glas die sich einem im Rücken gen Himmel strecken.