Parting Thoughts on Hong Kong (香港)

Wenn ich die letzten beiden Wochen in einem Wort beschreiben müsste, wäre geil wohl noch untertrieben. Hong Kong ist die vielseitigste und facettenreichste Stadt, die ich bis jetzt gesehen habe – okay, das waren bis dato nicht allzuviele. Der Mix zwischen Ost & West, Weltstadt & Fischerdorf sowie Wolkenkratzer & Natur hinterläßt einen unglaublichen Eindruck, denn man (imho) nirgends sonst auf der Welt finden kann.

Meine ganz persönlichen Hightlights waren der Blick vom Victoria Peak (und nochmal), die unzähligen Fahrten mit der Star Ferry und das Chi Lin Kloster. Aber auch alles andere wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und das eine oder ander Mal ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, wenn beispielsweise wieder ein HK-Movie im DVD-Player landet und ich mir in Gedanken sagen kann „Been there, done that!“.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen „bis bald!“, denn Hong Kong wird mich definitiv wiedersehen. Und irgendwann muss ich ja auch noch die restlichen angestrichenen Sachen in meinem Reiseführer erledigen. 8)

Abschied und Rückflug

Als ich mein Gepäck im Hostel holte, wurde ich vom Manager noch herzlich verabschiedet, und aufgefordert, doch mal wieder zu kommen. Und Hong Kong wird mich definitiv wieder sehen. 😉

Mit dem Airport-Express-Bus A11 ging es zum Flughafen. Etwas wehmütig blickte ich aus dem Fenster als Causeway Bay, Wan Chai, Admiralty, Central und schließlich Sheung Wan an mir vorbeizogen. Durch den Western Harbour Crossing (西區海底隧道) Tunnel ging es nach Kowloon, Tsing Yi und schließlich über die Tsing Ma Brücke (青馬大橋) nach Lantau zum Hong Kong International Airport auf Chek Lap Kok.

Nachdem ich eingecheckt und meinen zwischenzeitlich 24kg schweren Rucksack – der beim Abflug nur 17kg wog – aufgegeben hatte, verfolgte ich bei einem Kaffee die Nachrichten auf CNN (Flutkatastrophe in New Orleans) und wartete auf meinen Abflug.
Nachdem ich die Taschen- und Passkontrolle hinter mich gebracht hatte (In Hong Kong darf das Notebook in der Tasche bleiben ;-)) wurde ich noch zweimal interviewt. Das erste mal direkt nach der Passkontrolle, wo eine Mitarbeiterin des Tourismusbüros wissen wollte wie lange ich in Hong Kong verweilte, wo ich wohnte und dazu noch ein paar persönliche Angaben. Mit der flughafeneigenen U-Bahn ging es zu meinem Abfluggate, wo ich dann ein zweites Mal – etwas detaillierter – über meinen Aufenthalt in Hong Kong befragt wurde. Wie lange war ich hier? Habe ich etwas eingekauft, und wenn ja was? War ich mit dem Service allgemein zufrieden? Welche Sehenswürdigkeiten habe ich besucht? Hier konnte ich bis auf ein zwei Ausnahmen alles auf ihrer Liste bejahen ;-). Und so weiter! Lohn der Mühe war eine nette Anstecknadel, die ein Löwenkopf – wie er beim Lion Dance zu sehen ist – zierte.

Als ich dann im Flugzeug saß, und die Maschine pünktlich um 23.10 Uhr abhob hieß es 12 Stunden und 25 Minuten Rückflug nach Deutschland, die ich größtenteils schlafend verbrachte.
Nach Passkontrolle und Abholung meines Gepäcks in München ging es vorbei an der um 5.30 Uhr morgens noch unbesetzten Zollstelle. Jetzt ersetzte ich erstmal die HK$ in meinem Geldbeutel – von denen nicht mehr viel vorhanden war – durch Euros.

Mit der S-Bahn fuhr ich zum Hauptbahnhof und von dort aus mit der Bahn weiter nach Augsburg/Meitingen wo mich meine Eltern abholten. Zwei Dinge schockierten mich an Deutschland dann doch. A) Die exorbitant hohen Preise des öffentlichen Nahverkehrs und B) der Dreck der überall herumlag. Beides absolut kein Vergleich zu Hong Kong. 🙁

Hong Kong Convention & Exhibition Centre (會展) und Golden Bauhinia (金紫荊廣場)

Vor dem Hong Kong Convention & Exhibition Centre (會展) befindet sich die 6 Meter hohe Golden Bauhinia (金紫荊廣場), die hier als Denkmal für die Rückgabe Hong Kongs unter chinesische Hoheitsgewalt und die Gründung der Hong Kong SAR steht. Jeden Morgen gegen 8.00 Uhr findet hier auch eine feierliche Zeremenie zum Hissen der Flage statt, die von Hong Kongs Polizei abgehalten wird.
Vorbei am Hong Kong Arts Centre sowie der Hong Kong Academy for Performing Arts – die beide direkt nebeneinander liegen – und über die Gloucester Road (告士打道) machte ich mich auf dem Weg zur Tram um zurück nach Causeway Bay zu fahren.

Tsim Sha Tsui East Promenade (尖沙嘴東) – again

Da ich unbedingt nochmal mit der Star Ferry (天星小輪) über den Victoria Harbour fahren wollte, begab ich mich von der IFC-Mall Richtung Star Ferry Pier und genoss noch einmal die 8-minütige Fahrt.
Angekommen in Tsim Sha Tsui schlenderte ich ein letztes Mal über die Avenue Of Stars (星光大道) und genoss meine letzten Stunden in Hong Kong mit einem Blick auf die weltberühmte Skyline. Hier verabschiedete ich mich dann auch geistig schon mal von dieser wundervollen und aufregenden Stadt.
Zurück nach Hong Kong Island nahm ich die Star Ferry zum Convention & Exhibition Centre.

IFC – Roof Garden

Am nächsten Morgen hieß es leider erstmal meine sieben Sachen wieder zu packen, da ich mein Zimmer bis 12.00 Uhr räumen musste. Das ganze stellte sich jedoch als nicht ganz so einfach heraus, denn meine ganzen DVD-Einkäufe wollten ja auch irgendwo verstaut werden. Deshalb beschlossen meine Sandalen auch in Hong Kong zu bleiben 8).
Da mein Flug erst um 23.10 Uhr ging ließ ich meinen Rucksack erstmal noch im Wang Fat Hostel stehen. Da ich mir bis Abends noch etwas die Zeit vertreiben musste, ich auf große Unternehmungen aber keine Lust mehr hatte – zumal auch mein Tagesrucksack gut 10kg wog – ging ich erstmal bei Starbucks in der IFC-Mall frühstücken. Anschließend besorgte ich mir ein Ticket für The Cave für die Mittagsvorstellung im Palace-IFC. Der Film erwies sich aber im wahrsten Sinne des Wortes als „grottig“. Da ich noch etwas Zeit bis zum Beginn der Vorstellung hatte, begab ich mich noch aufs Dach der IFC-Mall wo sich der Roof Garden befindet. Von hier aus hat man sowohl einen tollen Blick auf Central und den Victoria Peak, wie auch auf den Victoria Harbour und das gegenüberliegende Kowloon.

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