Abschied und Rückflug

Als ich mein Gepäck im Hostel holte, wurde ich vom Manager noch herzlich verabschiedet, und aufgefordert, doch mal wieder zu kommen. Und Hong Kong wird mich definitiv wieder sehen. 😉

Mit dem Airport-Express-Bus A11 ging es zum Flughafen. Etwas wehmütig blickte ich aus dem Fenster als Causeway Bay, Wan Chai, Admiralty, Central und schließlich Sheung Wan an mir vorbeizogen. Durch den Western Harbour Crossing (西區海底隧道) Tunnel ging es nach Kowloon, Tsing Yi und schließlich über die Tsing Ma Brücke (青馬大橋) nach Lantau zum Hong Kong International Airport auf Chek Lap Kok.

Nachdem ich eingecheckt und meinen zwischenzeitlich 24kg schweren Rucksack – der beim Abflug nur 17kg wog – aufgegeben hatte, verfolgte ich bei einem Kaffee die Nachrichten auf CNN (Flutkatastrophe in New Orleans) und wartete auf meinen Abflug.
Nachdem ich die Taschen- und Passkontrolle hinter mich gebracht hatte (In Hong Kong darf das Notebook in der Tasche bleiben ;-)) wurde ich noch zweimal interviewt. Das erste mal direkt nach der Passkontrolle, wo eine Mitarbeiterin des Tourismusbüros wissen wollte wie lange ich in Hong Kong verweilte, wo ich wohnte und dazu noch ein paar persönliche Angaben. Mit der flughafeneigenen U-Bahn ging es zu meinem Abfluggate, wo ich dann ein zweites Mal – etwas detaillierter – über meinen Aufenthalt in Hong Kong befragt wurde. Wie lange war ich hier? Habe ich etwas eingekauft, und wenn ja was? War ich mit dem Service allgemein zufrieden? Welche Sehenswürdigkeiten habe ich besucht? Hier konnte ich bis auf ein zwei Ausnahmen alles auf ihrer Liste bejahen ;-). Und so weiter! Lohn der Mühe war eine nette Anstecknadel, die ein Löwenkopf – wie er beim Lion Dance zu sehen ist – zierte.

Als ich dann im Flugzeug saß, und die Maschine pünktlich um 23.10 Uhr abhob hieß es 12 Stunden und 25 Minuten Rückflug nach Deutschland, die ich größtenteils schlafend verbrachte.
Nach Passkontrolle und Abholung meines Gepäcks in München ging es vorbei an der um 5.30 Uhr morgens noch unbesetzten Zollstelle. Jetzt ersetzte ich erstmal die HK$ in meinem Geldbeutel – von denen nicht mehr viel vorhanden war – durch Euros.

Mit der S-Bahn fuhr ich zum Hauptbahnhof und von dort aus mit der Bahn weiter nach Augsburg/Meitingen wo mich meine Eltern abholten. Zwei Dinge schockierten mich an Deutschland dann doch. A) Die exorbitant hohen Preise des öffentlichen Nahverkehrs und B) der Dreck der überall herumlag. Beides absolut kein Vergleich zu Hong Kong. 🙁

Fahrt auf der Duk Ling

Das Hong Kong Tourism Board (HKTB) bietet im Rahmen seines Kulturellen Kaleidoskops eine Reihe von Veranstaltungen an, die dem Besucher erlauben, hinter die Kulissen der Stadt zu blicken.

Segeln Sie an Bord einerauthentischen chinesischen Dschunke durch den beeindruckenden Victoria Harbour und genießen Sie den fantastischen blick auf Hong Kongs atemberaubende Skyline. Ursprünglich im Besitz und im Einsatz chinesischer Fischer ist die Duk Ling typisch für die Dschunken, die vor 150 Jahren durch die Gewässer Hong Kongs segelten – eine Erinnerung an das Leben der frühen Taipans und Kaufleute, die sich hier niedergelassen haben.

Nachdem die Duk Ling mehr als 25 Jahre lang in den tiefen Meereskanälen gesegelt ist, wurde das Boot in den 1980er Jahren liebevoll restauriert und zeigt sich nun stolz in ihrem klassischen Design. Heute ist die Duk Ling die letzte authentische Segeldschunke in Hong Kong und lädt Sie herzlich zu einer Fahrt ein!

Soweit der Text der Broschüre des HKTB. Die Dschunke verkehrt jeden Donnerstag von 14:00 – 15:00 Uhr und 16:00 – 17:00 Uhr zwischen dem Kowloon Public Pier, Tsim Sha Tsui und dem Queen’s Pier, Central. Zwischen 15:00 – 16:00 Uhr und 17:00 – 18:00 Uhr in die entgegengesetzte Richtung.
Wir fanden uns also rechtzeitig – nicht zuletzt mangels fehlender Reservierung – am Queen’s Pier ein, um noch einen Platz auf der 15:00 Uhr Fahrt zu bekommen. Immer mehr Menschen fanden sich ein, von denen aber die meisten nicht wegen der Fahrt auf der Duk Ling gekommen waren. Während wir warteten konnte man noch den regen Wasserverkehr beobachten, da sich direkt neben dem Queen’s Pier auch der Star Ferry Pier befindet.

Nachdem die Duk Ling angelegt hatte, und wir an Bord wahren, bekamen wir erstmal eine Belehrung, dass wir uns beim HKTB für Notfälle mit unseren Passnummern hätten registrieren lassen müssen.
Anschließend konnten wir die Fahrt durch den Victoria Harbour genießen, vorbei am Convention Centre und dem Causeway Bay Typhoon Shelter ging es Richtung Start- und Landebahn des ehemaligen Kai Tak International Airports um nach einer Wende auf Kowloon zuzufahren.
Detail am Rande. So authentisch wie die Fahrt in der Broschüre angepriesen ist, ist sie in Wirklichkeit nicht. So dienen die gesetzen Segel lediglich der Show, und im inneren der Dschunke brummt ein Schiffsmotor vor sich hin. Nichtsdestotrotz eine einmalige Gelegenheit, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

Central (中環) – again

Da für heute Nachmittag eine Fahrt mit der Duk Ling Dschunke auf dem Programm stand, wollte ich mich Vormittags beim Hong Kong Tourism Board für die Fahrt anmelden. Leider hatte ich eine etwas veraltete Broschüre, und so erklärte mir der freundliche Mann im Centre, dass sich die Tourismusbüros mittlerweile in Causeway Bay befinden *schäm – schlecht vorbereitet* :-).
Da ich mit meiner Schwester – die zwischenzeitlich zu einer Massage wollte – etwas später am Legislative Council verabredet war, habe ich mich also etwas in Central herumgetrieben. Des Voeux Road Central, Queens‘ Road Central, Connaught Garden, Exchange Square und Statue Square wurden – um nur einige zu nennen – von mir erkundet.