Jin Mao Tower (金茂大厦)

Der Jin Mao Tower (金茂大厦) ist mit seinen 421 Metern das höchste Gebäude Shanghais und ganz China’s, noch vor dem 2IFC in Hong Kong. Der Oriental Pearl Tower – kein Gebäude, sondern ein Bauwerk – ist mit seinen 468 Metern allerdings noch ein gutes Stück höher. Allerdings werden diese beiden in Kürze vom Shanghai World Financial Center mit seinen avisierten 492 Metern, direkt neben dem Jin Mao Tower, überragt werden.

Im obersten, dem 88. Stockwerk befindet sich eine Aussichtsplattform die man mit einem Expresslift in knapp einer Minute erreicht (50 Yuan). Im Zweifelsfall ist dies auch die interessantere Aussicht wie die vom Oriental Pearl Tower. Eben wegen jenem.

Die unteren Stockwerke beherbergen Büroräume. Die oberen 38 Etagen sind vom Grand Hyatt Hotel belegt. Vom 53. bis zum 87. Stockwerk erstreckt sich das beeindruckende Hotelatrium in welches man ebenfalls vom Aussichtsdeck hinab blicken kann.

Unter einem erstreckt sich von hier ein fantastisches Lichtermeer! Einfach grandios der Ausblick!

IFC – Roof Garden

Am nächsten Morgen hieß es leider erstmal meine sieben Sachen wieder zu packen, da ich mein Zimmer bis 12.00 Uhr räumen musste. Das ganze stellte sich jedoch als nicht ganz so einfach heraus, denn meine ganzen DVD-Einkäufe wollten ja auch irgendwo verstaut werden. Deshalb beschlossen meine Sandalen auch in Hong Kong zu bleiben 8).
Da mein Flug erst um 23.10 Uhr ging ließ ich meinen Rucksack erstmal noch im Wang Fat Hostel stehen. Da ich mir bis Abends noch etwas die Zeit vertreiben musste, ich auf große Unternehmungen aber keine Lust mehr hatte – zumal auch mein Tagesrucksack gut 10kg wog – ging ich erstmal bei Starbucks in der IFC-Mall frühstücken. Anschließend besorgte ich mir ein Ticket für The Cave für die Mittagsvorstellung im Palace-IFC. Der Film erwies sich aber im wahrsten Sinne des Wortes als „grottig“. Da ich noch etwas Zeit bis zum Beginn der Vorstellung hatte, begab ich mich noch aufs Dach der IFC-Mall wo sich der Roof Garden befindet. Von hier aus hat man sowohl einen tollen Blick auf Central und den Victoria Peak, wie auch auf den Victoria Harbour und das gegenüberliegende Kowloon.

IFC Mall Fashion Show

Die vergangenen Tage konnte man im Oval Atrium der IFC Mall beobachten, wie ein aufwendiger Laufsteg aufgebaut wurde. Plakate verhießen eine Fashion Show der Extraklasse.
Heute Abend war es dann soweit. Die Parade de la Séduction fand statt. Und ich live dabei ;-). Vorgestellt wurden die aktuellen Modetrends für den kommenden Herbst und Winter. Natürlich dürfen hier auch ein paar VIP’s nicht fehlen, die einer Veranstaltung wie dieser den nötigen Glanz verleihen. Und so ging die eine oder anderer hübsche junge Dame aus Hong Kongs Society auch im Blitzlichtgewitter der Paparazzi unter und musste Rede und Antwort stehen. Die Show an sich und die neuesten Modetrennds interessierte mich dann auch weniger (sorry Ella ;-)).

Mong Kok (旺角) & Yau Ma Tei (油麻地)

Von Causeway Bay fuhr ich dann mit der MTR bis zur Haltestelle Prince Edward in Mong Kok (旺角), Kowloon. Von hier aus ging ich noch weiter nach Norden bis zur Boundary Street. Hier bog ich rechts ab, und ging circa 10 Minuten bis zum Yuen Po Street Bird Garden (雀仔街). Hier kann man die überwiegend männlichen Hong Kong Chinesen bei einem ihrer liebsten Hobbys beobachten – die Haltung von Singvögeln. Hier bekommt man angefangen von Käfigen über Futter und selbstverständlich Vögeln alles was für die eigene Vogelhaltung vonnöten ist.
Verlässt man den Bird Garden über den hinteren Ausgang gelangt man auf die Flower Market Road, auf der – der Name sagt es bereits – der Flower Market (花墟) stattfindet. In den Blumengeschäften und von den Ständen auf der Straße werden hier alle erdenklichen Arten von Pflanzen und Blumen verkauft. Die Luft duftet hier entsprechend. Eine angenehme Abwechslung :-).

Über die Sai Yee Street und die Prince Edward Road West gelangte ich dann zur Tung Choi Street. Am Anfang der Tung Choi Street befindet sich der Goldfish Market, wo alles für Süß- und Salzwasserfische erhältlich ist.

Südlich der Argyle Street beginnt dann der Tung Choi Street Market, der besser bekannt ist unter dem Namen Ladies Market (女人街). Mit überschreiten der Argyle Street verlässt man dann auch Mong Kok und befindet sich von nun an in Yau Ma Tei (油麻地).

Bei der Dundas Street bog ich dann nach rechts ab, überquerte die Nathan Road und bog zwei Straßen weiter nach links in die Shanghai Street ein. Hier findet man hauptsächlich kleine Läden, die alle Arten von Räucherstäbchen und Hell Money zum Gedenken an die Ahnen verkaufen. Aber auch für freudigere Ereignisse, wie die Heirat einer Tochter, bietet die Shanghai Street etwas. In zahllosen Geschäften wird alles rund um die Aussteuer und die Hochzeit selbst an die jungen Chinesinnen und ihre Familien verkauft.

Am Ende der Shanghai Street angekommen befindet sich ein Tin Hau Temple. Auf dessen Rückseite ist ein kleiner Park, in dem Abends die Herren beim Schach und Kartenspiel beobachtet werden können. Der Platz vor dem Tempel ist gesäumt mit Straßenhändlern, die ihre Waren den Touristen feilbieten. Einen Katzensprung von hier entfernt findet auch der berühmte Temple Street Night Market (廟街) statt.
Unter der Leuchtreklame der Nathan Road ging ich dann wieder zum Anleger der Star Ferry zurück, wo mich wieder das altbekannte „Copy Rolex?“ / „Fake Rolex?“ umgab. Was hier auch sehr schön, exemplarisch für ganz Hong Kong, zu sehen ist, sind die Filialen von Starbucks, 7-Eleven und McDonald’s alle in einer Reihe (Bild).

Abends beschloß ich dann noch mir im Palace-IFC den thailändischen Film Tom Yum Goong mit Tony Jaa anzusehen. Die dürftige Handlung des Films war eigentlich nur dazu da, die einzelnen Actionszenen – nicht immer logisch – miteinander zu verknüpfen.

Cheung Chau Island (長洲)

Am Montag Morgen begab ich mich mit der MTR ein weiteres mal Richtung Central. Die MTR verließ ich – wie eigentlich meistens in Central – über das IFC. Von hier aus gelangt man über eine Brücke direkt zum Outlying Islands Ferry Pier, wo am Pier 3 die Fähren der New World First Ferry Services Limited nach Cheung Chau (長洲) an- und ablegen. Die Überfahrt dauert – ähnlich wie nach Lantau – circa eine Stunde und offeriert erneut einen tollen Blick auf Hong Kongs Skyline und über den Victoria Harbour.

Im Hafen von Cheung Chau angekommen, sind hier selbst etliche Fischerboote und Dschunken zu sehen. An der Hafenpromenade reihen sich Restaurants und Geschäfte aneinander. Auf der Insel verkehren zwar keine Autos, aber man sollte sich dennoch von den zahlreichen Radfahreren in Acht nehmen, die im halsbrecherischen Tempo an einem vorbeisausen.
Vom Pier aus begab ich mich nach rechts, die Pak She Praya Road entlang. An der Pak She Fourth Lane, die rechts von der Praya Raod abzweigt, befindet sich ein Sportplatz hinter dem direkt der farbenfrohe 1783 errichtete Pak Tai Tempel liegt.

Läßt man den Pak Tai Tempel über die parallel zum Ufer verlaufende Pak She Street hinter sich, läuft man vorbei an traditionellen chinesischen Häusern, die Geschäfte für Chinesische Medizin und Kräuter sowie eine Bäckerei beherbergen. Wenn man zur Tung Wan Road kommt sieht man einen heiligen Banyanbaum, von dem gesagt wird, dass er von Erdgeistern bewohnt wird. Geht man die Tung Wan Road bis zum Ende, mündet diese in die Cheung Chau Beach Road, die direkt hinter dem Tung Wan Beach verläuft. Wer Lust auf ein Bad Meer hat, kann dies hier tun, wo auch Rettungsschwimmer auf Posten sind.
Geht man die Cheung Chau Beach Raod weiter Richtung Afternoon Beach kommt man am Warwick Hotel vorbei, an dessen Fuß 3000 Jahre alte Felsinschriften zu sehen sind.

Bergauf die Kwun Yam Wan Road hinterhalb des Warwick Hotels gelangt man nach kurzem Fußmarsch zum Kwan Tai Pavilion, der 1973 errichtet wude. Ein Stück weiter in der Nam Tam Bucht befindet sich dann der Nam Tam Tin Hau Tempel. Von hier aus erhält man einen schönen Blick über das südchinesiche Meer.
Weiter entlang der Peak Road geht man vom Bäumen beschattet vorbei am Yee Pavilion und am Friedhof zum südlichsten Strand der Insel, dem Italian Beach.

In Sai Wan – der südlichsten Ansiedlung – angekommen kann man sich hier noch den angeblichen Unterschlupf von Cheung Po Tsai, eines berüchtigten Piraten ansehen. Ebenfalls in Sai Wan gibt es einen weiteren kleinen Tin Hau Tempel zu sehen.
Die Sai Wan Road führt zurück zum Pier, den man von hier aus in 20 bis 30 Minuten zu Fuß erreicht. Wer es jedoch – wie ich – etwas entspannter haben will, besteigt eines der Kaidos, die einen für 3HK$ zurück nach Cheung Chau Village bringen.

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