Landgewinnung vs. Star Ferry

Links ist im Hintergrund das Hong Kong Convention & Exhibition Centre zu sehen, rechts im Vordergrund der Pier der Star Ferry.

Wie die South China Morning Post meldet, macht sich die Star Ferry Sorgen um ihre Zukunft. Der Central-Pier der Star Ferry wird in Zukunft neben den Outlying-Island-Ferry-Piers zu finden sein, und nicht mehr neben dem General Post Office. Grund hierfür ist die Landgewinnung zwischen Central und Wan Chai, die auch vor einer Hong Konger Institution wie der Star Ferry nicht Halt macht. Der Pier lag bis dato äußerst günstig direkt am Busbahnhof von Central und war auch von der MTR-Haltestelle „Central“ aus bequem zu erreichen.
Die Star Ferry ist neben einer Touristenattraktion gleichermaßen auch ein bequemes wie preisgünstiges Verkehrsmittel (1,70HK$ für die Überfahrt nach Tsim Sha Tsui) für die Hong Konger Bürger. Nun macht sich die Betreibergesellschaft Sorgen, ob diese, für ihre pragmatischen Lösungen bekannten Bürger, den längeren Weg auf sich nehmen werden, oder sich nach Alternativen umschauen werden (die MTR fährt z.B. ebenfalls von Central nach Tsim Sha Tsui). Eine Preiserhöhung, um den zu erwartenden Einbruch bei den Passagierzahlen um 13% zu kompensieren, ist ebenfalls schon in der Diskussion.
Um möglichst wenige Passagiere zu verlieren, und um weitere Einnahmen zu generieren, versucht die Star Ferry den neuen Pier sowohl für Touristen als auch Einheimische möglichst interessant zu gestalten. So wird der neue Pier über Cafe’s, Restaurants und Geschäfte verfügen, in denen sich die fabelhafte Aussicht auf den Victoria-Harbour genießen lässt. Des weiteren wird es auch einen Ausstellungsraum geben, in dem alte Aufnahmen der Star Ferry gezeigt werden. Dies dürfte aber vornehmlich für Touristen, nicht aber für den regulären Benutzer, von Interesse sein.
Weiteres Ungemach droht der Star Ferry dadurch, dass auch auf Tsim Sha Tsui Seite Überlegungen im Gange sind, den Busbahnhof von der beengten Pier-Area wegzuverlegen.

25th Hong Kong Film Awards

Heute Abend wurden in Hong Kong die 25sten Hong Kong Film Awards vergeben. Die Hong Kong Film Awards werden auch oft als die asiatischen Oscars bezeichnet. Der große Abräumer des Abends war Peter Chan’s Musical Perhaps Love, dass in 11 Kategorien nominiert war, und 6 Auszeichnungen einstreichen konnte. Johnnie To’s Gangster Drama Election und Andrew Lau’s / Alan Mak’s Comic-Adaption Inital D wurden von ihren je 10 Nominierungen mit je 4 Auszeichnungen bedacht. Komplett leer ging Stanley Kwan’s in 6 Kategorien nominiertes Drama Everlasting Regret mit Sammie Cheng aus. Als großer Gewinner darf sich wohl Johnnie To’s Film Election bezeichnen, der in den „wichtigen“ Kategorien Bester Film, Bester Regisseur, Bestes Drehbuch (YAU Nai-Hoi & YIP Tin-Shing) und Bester Darsteller (Tony Leung Ka-Fai) punkten konnte. Überraschung des Abends war für mich der hervorragende Ke Ke Xi Li – Mountain Patrol als Bester Asiatischer Film, hatte ich hier doch fest mit Smypathy For Lady Vengeance gerechnet.

Hier die komplette Liste der Preisträger:
Best Film: Election
Best Director: Johnny TO – Election
Best Screenplay: YAU Nai-Hoi and YIP Tin-Shing – Election
Best Actor: LEUNG Kar-Fai – Election
Best Actress: ZHOU Xun – Perhaps Love
Best Supporting Actor: Anthony WONG – Initial D
Best Supporting Actress: Teresa MO – 2 Young
Best New Performer: Jay CHOU – Initial D
Best Cinematography: Peter PAU – Perhaps Love
Best Editing: YAU Chi-Wai – Divergence
Best Art Direction: YEE Chung-Man and Pater WONG – Perhaps Love
Best Costume and Make Up Design: YEE Chung-Man and Dora NG – Perhaps Love
Best Action Choreography: Donnie YEN – S.P.L. / Sha Po Lang
Best Original Film Score: Peter KAM and Leon KO – Perhaps Love
Best Original Film Song: „Perhaps Love“ – Perhaps Love – performed by Jacky Cheung
Best Sound Design: Kinson TSANG – Initial D
Best Visual Effects: Victor WONG, Eddy WONG and CHEUNG Chung-Wah – Initial D
Best New Director: Kenneth BI – Rice Rhapsody
Best Asian Film: Kekexili: Mountain Patrol (China)

Eine kleine Bildergalerie des roten – bzw. violetten – Teppiches gibt es hier. Der geschmackliche Ausrutscher des Abends in Sachen Garderobe darf hier – der ansonsten immer elegant gekleideten – lieblichen Zhang ZiYi zugeschrieben werden. Aber auch Gillian Chung und Karen Mok lehnen sich weit aus dem Fenster. 😉
Weitere Bildergalerien gibt es auf sohu.com und auf tom.com.

Hong Kong Architecture

Über Chris‘ Blog bin ich gerade auf die Webseite von Michael Wolf aufmerksam geworden, auf der er unter dem Titel „Architecture of Density“ faszinierende Aufnahmen aus Hong Kong vorstellt. Die bedrückende Enge, die diese Fotos ausstrahlen wirkt jedoch ebenso faszinierend wie schockierend. Man beachte auch die zahllosen Klimaanlagen die an den Fassaden angebracht sind.
Dass man für so einen „Ausblick“ nicht lange suchen muss, beweist eine Aufnahme aus meinem Zimmer während meines Hong Kong Aufenthalts.
Ebenfalls sehr sehenswert ist seine Fotostrekce „Hong Kong Back Door“.

Neue Ausgabe von Lonely Planet’s City Guide „Hong Kong & Macau“

Von Lonely Planet – dem Verlag für die besten Reiseführer schlechthin – gibt es seit kurzem eine neue Auflage des City Guides für Hong Kong & Macau.
Durch die übersichtliche Gliederung der Lonely Planet Reiseführer, die alles wissenswerte über die Stadt enthalten und ausführliche Informationen rund ums Thema Essen & Schlafen bieten, ist der Reiseführer für alle Hong Kong (und Macau) Reisende Pflicht.

Zu beziehen ist der Reiseführer ganz einfach über Amazon.

Die vorherige Ausgabe leistete mir sehr gute Dienste während meines Hong Kong Aufenthalts 2005.

Filmposter zu „2 Become 1“ aus MTR verbannt!

Wie kaijushakedown gestern gemeldet hat, wurde das Poster zum Film 2 Become 1 aus Hong Kongs U-Bahn – der MTR – verbannt. Der Film mit Miriam Yueng behandelt das Thema Brustkrebs, und das Poster ziert ein nackter Frauenkörper, dem eine Brust fehlt.

MTR CONTROVERSY

Hong Kong’s subway system, the MTR, is ridden by the most delicate people in the world. How else to explain the MTR’s history of banning movie posters they think will upset their riders? My favorite case was their ban on a poster of a ghost riding the MTR for Ann Hui’s VISIBLE SECRET. You’d think the MTR would love the implication that even dead people need to get around and that for the stylish and discerning spook nothing was better than the MTR. But no, they were worried their riders would be terrified at the suggestion that they might be sharing their precision personal space bubble with the living dead.

Now the MTR has banned the nipple-less poster for TWO BECOMES ONE, the pun-happy title of the new Miriam Yeung movie about breast cancer. The original title was MOURNING FOR THE BREAST which was a little too downbeat and depressing. I mean, breast cancer isn’t a country-flavored hoe-down with an all-you-can-eat buffet or anything but I’m glad to see that this flick might not be taking the position that losing a breast is necessarily followed by shaving your head, rejecting the material world, and entering a nunnery to die a sad and lonely life.

Miriam Yeung says that she’s bummed by this decision and thinks the poster is perfectly fine. The Hong Kong press, never shy about asking the important questions, asked if the naked body on the poster was hers.

„I hope I was her too! If I had that alluring figure, I wouldn’t mind flaunt it on a movie poster. Unfortunately, my body isn’t that perfect, so it would be unwise to display.“

Give her some points for being good-natured about what may be the stupidest question of 2006.
Quelle: kaijushakedown.com