Panama Canal Train

Mit der Panama Canal Railway ging es frühmorgens von Panama City nach Colón. Die malerische Eisenbahnstrecke schlängelt sich entlang des Panamakanals und führt über zahlreiche Brücken und Dämme. Man kann die Fahrt von einem schön restaurierten Aussichtswagon aus genießen. Es lohnt sich aber auch mal hinaus auf die offenen Aussichtsplattformen zu gehen und sich den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen.

Panama Canal Eco Boat Tour

Von Gamboa aus ging es heute auf die Panama Canal Eco Boat Tour. Der Tourveranstalter – Panama Tours – verspricht vollmundig „eine der besten Touren“ in Panama. Und was man hier erlebt ist in der Tat unvergesslich. Zuerst geht es mit dem Boot unter der Eisenbahnbrücke hindurch auf den Panamakanal. Hier sind die Erweiterungsarbeiten des Kanals allgegenwärtig. Sichtbar auch an einem riesigen schwimmenden Kran namens „Hermann the German“, den die USA nach Ende des zweiten Weltkrieges konfiszierten und der 1947 behilflich war Howard Hughes‘ Spruce Goose anzuheben.

Abseits des Kanals, am Ufer des Gatún-Sees, lassen sich zahlreiche Affen und Vögel beobachten. Erstere kann man vom Boot aus sogar füttern. Mit etwas Glück begegnen einem nicht nur Fracht- und Passagierschiffe, sondern man bekommt auch ein Krokodil zu sehen.

Nachdem es auf einem Hausboot ein leckeres Mittagessen gab, und man kleine Krokodile, große Schlangen sowie Papageien und Tukane zu sehen bekam, ging es mit dem Kanu noch zu einem schönen kleinen Wasserfall.

Auf dem Rückweg gab es dann noch ein kleines, geschichtsträchtiges Ereignis zu bestaunen. Ex-Diktator Manuel Noriega traf an diesem Abend in Panama ein und auf der Rückfahrt von Gamboa fuhren wir an dem von Militär, Polizei und Presse gesäumten Gefängnis vorbei, in das Noriega in Kürze überstellt wird!

Panama Canal Partial Transit

Heute war es endlich soweit: die (teilweise) Durchfahrt des Panamakanals! Neben zahlreichen Frachtschiffen gab es unter anderem auch Sprengungen für die Kanalerweiterung zu sehen, die 2014 – zum 100-jährigen Geburtstag des Kanals – abgeschlossen sein sollen.
Ansonsten ist die Durchfahrt „Nothing to get excited about – it’s pure physics“, so zumindest der O-Ton des Reiseleiters. 😉 Natürlich ist es schon beeindruckend in jeder Schleusenkammer ca. 9 Meter angehoben zu werden – insbesondere, wenn das gleiche in der benachbarten Schleuse mit einem Ozeanriesen geschieht!

Calzada de Amador

Der Calzada de Amador – oder auch Amador Causeway – ist ein Damm, der vier Inseln – Naos, Culebra, Perico & Flamenco – vor Panama City verbindet. Auf der einen Seite des Damms befindet sich die Skyline, auf der anderen die Einfahrt zum Panamakanal und die Puente de las Américas.

Der 4,5 km lange Damm wurde mit dem Material aufgeschüttet, welches beim Bau des Kanals anfiel. Nach seiner Fertigstellung 1913 diente der komplette Damm als US-Fort – Fort Grant, bzw. später Fort Amador. Heute ist der Damm gesäumt von Palmen, Boots- und Yachthäfen sowie zahlreichen Restaurants. Auf der Isla Flamenco befindet sich ein Einkaufszentrum samt Duty Free-Shop.

Auf der Punta Culebra gibt es das sehenswerte Punta Culebra Nature Center des Smithsonian Tropical Research Institute zu besichtigen. Neben etlichen Aquarien – Schildkröten, Seesterne, Fische und u.a. ein Hai – wird einem auch der Unterschied der Unterwasserwelt auf der Pazifik- und auf der Atlantik-Seite erklärt. Und mit etwas Glück entdeckt man auch ein Faultier in den Baumkronen. An der Südspitze der Insel gibt es auch ein Fernrohr, mit dem man die Schiffe die den Panamakanal durchqueren beobachten kann.

Am Nordende der Calzada de Amador entsteht momentan das futuristisch anmutende Museo de la Biodiveridad, dass von Frank Gehry gestaltet wurde.

Miraflores Locks

Die Miraflores Locks sind die Schleusen des Panamakanals, die sich in direkter Stadtnähe von Panama City befinden. Sie sind auch das erste Schleusensystem – von insgesamt dreien – die Schiffe auf dem Weg vom Pazifik in den Atlantik passieren müssen. Abhängig von den Gezeiten werden die Schiffe hier über zwei Schleusenkammern zwischen 13 und 19 Metern angehoben, bzw. abgesenkt. Das Miraflores Locks Visitor Center bietet verschiedene Aussichtsterrassen, die einen schönen Blick auf die vorbeiziehenden und sich anhebenden bzw. absenkenden Ozeanriesen geben. Diese sind jedoch meist von Menschenmassen gesäumt, da es sich hierbei zweifellos um die meistbesuchte Touristenattraktion in Panama handelt.
Von hier aus kann man auch die Arbeit der „Mulas“, elektrischer Lokomotiven, beobachten. Entgegen der allgemeinen Auffassung ziehen die Mulas die Schiffe jedoch nicht durch die Schleusen, sondern halten diese durch Stahlseile lediglich auf Kurs. Fortbewegen müssen sich die passierenden Schiffe selbständig durch ihren eigenen Antrieb.
Im Besucherzentrum gibt es außerdem noch mehrere Ausstellungen zur Geschichte und aktuellen Bedeutung des Kanals.

Trotz der unglaublichen Dimension des Panamakanals, die man hier unmittelbar zu fassen bekommt, wird aktuell mit Hochdruck an der Erweiterung des Kanals und komplett neuen Schleusen gearbeitet, die bis 2014 – dem 100-jährigen Jubiläum des Kanals – fertig gestellt sein sollen. Dann können auch endlich Schiffe der Post-Panamax-Klasse wieder diese Abkürzung zwischen den Weltmeeren nutzen.