Central (中環)

Nach unserer Rückkehr von Lantau am Outlying Islands Ferry Pier, der im Stadtteil Central (中環) liegt, sahen wir uns dort etwas um. Der Name ist hier auch Programm. Jeder der Hong Kong besucht wird früher oder später (wohl eher früher) nach Central kommen. Sei es weil unter dem International Finance Centre die Endhaltestelle des Airport Express liegt, weil man mit der Star Ferry von Tsim Sha Tsui kommt oder dorthin fährt, weil man zum Outlying Islands Ferry Pier will oder von dort kommt, weil man mit der Peak Tram auf selbigen will, weil man die architektonischen Schätze – neue und alte – sehen möchte, oder ganz trivial einfach aus dem Grund – der Name suggeriert es – weil Central ganz einfach das Herz Hong Kongs ist. Hier werden im Legislative Council Building die politischen Entscheidungen der chinesischen Sonderverwaltungszone getroffen. Und in den Wolkenkratzern wie dem Bank of China Tower oder dem Hong Kong & Shanghai Bank Building – die quasi die Kulisse des Legislative Council bilden – werden täglich die finanziellen Entscheidungen der ehemaligen britischen Provinz getroffen.

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Informatiker mit einem Faible für Asien im Allgemeinen und Hong Kong im Speziellen sowie (asiatisches) Kino! Du findest mich auch auf Google+.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wie haben denn die Architekten geschafft, das Alte mit dem Neuen zu verbinden? Haben viele alte Häuser oder Komplexe der modernen Architektur weichen müssen? Und von was gibt es mehr?
    Ich vermute, dass Beton und Glas überwiegen, denn wegen zu vielen Menschen, zu wenig Platz und zu großem/schnellen Wachstum die GEbäude wohl nach und nach „saniert“ werden und noch mehr in die Höhe wachsen… Aber du kannst mich gerne aufklären, wenn ich Unrecht haben sollte 🙂

  2. Da Hong Kong nicht gerade berühmt dafür ist, besonders an alten Dingen zu hängen, mussten viele alte Gebäude den neuen Wolkenkratzern weichen.
    Wo sich heute z.B. der Bank Of China Tower befindet, stand 1982 noch das älteste koloniale Gebäude Hong Kong’s, das Murray House. Da es sich hierbau um ein Baudenkmal von großer Bedeutung handelte, konnte dies nicht einfach Bekanntschaft mit der Abrissbirne machen. So wurde das Gebäude Stein für Stein abgetragen, jeder Stein nummeriert, und eingelagert. Im Jahr 2000 schließlich wurde das Gebäude in Stanley wiederaufgebaut. Peinlich nur, dass in der Zwischenzeit einige Steine „verlegt“ wurden, und durch die Feuchtigkeit einige Nummer in dem weichen Kalkstein nicht mehr zu lesen waren. So waren die Arbeiter 3 1/2 Jahre damit beschäftigt, das Puzzle wieder zusammenzusetzen. Letztendlich blieben aber noch ein paar Steine übrig, die heute links neben dem Gebäude an der Küstenpromenade herumstehen.

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