Macau Tower

Bei strömenden Regen erreichten wir Macau, und nach der Passkontrolle überlegten wir vor dem Terminal Maritimo was wir uns als Erstes ansehen sollen – Indooraktivitäten bevorzugt. Da ich mich zugegebenermaßen nur sehr rudimentär auf Macau vorbereitet habe – meine Schwester ist der Spezialist für romanische Sprachen und Kulturen – kamen wir nach kurzer Diskussion, und dem Abwimmeln mehrer freundlicher Leute, die uns ihr exzellentes Angebot an Stadtrundfahrten feilboten, zu dem Schluss erstmal den Macau Tower aufzusuchen.
Leider ist der öffentliche Nahverkehr nicht so gut organisiert wie in Hong Kong, und deshalb irrten wir etwas umher, um die richtige Bushaltestelle zu finden. Auch in Macau muss der Fahrpreis abgezählt beim einsteigen bezahlt werden – die praktische Octopus-Card gilt hier leider nicht. Landeswährung ist der Pataca (MOP), der sich aber meistens 1:1 in den Hong Kong Dollar umrechnen lässt, der ebenfalls überall akzeptiert wird.

Der 338 Meter hohe Turm erfüllt überhaupt keinen Zweck. So werden nichteinmal Signale übertragen/ausgesendet. Lediglich die neuseeländische Extremsport-Firma AJ Hackett bietet einige abenteuerliche Aktivitäten, wie den Mast Climb, Skywalk oder den Sprung in die Tiefe an. Unter dem Turm befindet sich das Macau Tower Convention & Entertainment Centre. Für 70MOP$ fährt man mit dem Lift zur 223 Meter über Grund gelegenen Aussichtsplattform. Von hier eröffnet sich einem ein Blick über ganz Macau, und bei gutem Wetter kann man bis zu 55km weit sehen. Am Boden befinden sich teilweise Glasplatten, die einem freien Blick nach Unten gewähren. Nach etwas Überwindung steht man auch hier ganz bequem und kann die Aussicht genießen.

Macau (澳門)

Am fünften Tag stand die ehemalige portugisische Kolonie Macau (澳門) auf dem Programm. Vom Macau Ferry Terminal, das sich im Shun Tak Centre (信德中心) in Sheung Wan (Endhaltestelle der MTR Island Line) befindet, kann man wahlweise mit der Fähre oder dem Heli Express – dem Helikopterservice – den Weg nach Macau antreten. Ist ja klar, dass wir uns für Alternative Eins entschieden haben. Mit den TurboJet-Fähren erreicht man für 141HK$ (Nachts 176HK$) in circa einer Stunde Macau. Da man damit die Hong Kong Special Administrative Region verlässt, sollte man tunlichst Reisepass und Departure Card nicht vergessen.

Hong Kong – es kann losgehen

So mein Rucksack ist nun gepackt und die Wage zeigt auch nur 16kg an. Allerdings vermute ich mal ganz schwer, dass es sich dabei um eine Damenwage handelt, die von Hause aus weniger anzeigt ;-). Naja, whatever. Wenigstens ist der Rucksack gepackt. Ich würds ja lieber wie James Bond machen, und einfach nur mit einer Kreditkarte reisen und im Bedarfsfall einkaufen.

In meinem Reiseführer – Lonely Planet: Hong Kong & Macau – habe ich mir auch nochmal alle wichtigen Stellen und Sehenswürdigkeiten angestrichen. Aber meine 2 Wochen werden wohl kaum reichen, um alles anzusehen, zumal mich meine Schwester, mit der ich mich am Samstag in Hong Kong treffen werde, wohl des öfteren auch mal nur am Strand (ja die gibt es auch in Hong Kong :-)) relaxen möchte.

Etwas Bammel habe ich nun vor dem Flug. Nicht zu sehr, weil es mein erster Flug ist, oder des Fliegens wegen, als vielmehr die Tatsache, dass ich in Frankfurt nur 55 Minuten Zeit zum Umsteigen habe. Aber wahrscheinlich stellt sich dies alles als unbegründet heraus. Und sobald ich im Flieger nach Hong Kong sitze kann ich wahrscheinlich auch das Filmprogramm an Bord genießen :-).

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