Bonampak

Auf dem Rückweg von Yaxchilán nach Palenque gab es dann noch einen Stopp in Bonampak. Die erst 1946 entdeckte Mayastätte war nie von großer historischer Bedeutung. Berühmt wurde Bonampak aber durch seine außergewöhnlich gut erhaltenen Wandmalereien im Templo de las Pinturas (Edificio 1). Alles Wesentliche gliedert sich hier um die rechteckige Gran Plaza.

Am Abend ging es dann mit dem Bus von Palenque zurück nach San Cristóbal de las Casas. Die Fahrt ist allerdings nur tagsüber zu empfehlen! Nachts wird man hier – wie wir am eigenen Leibe erfahren mussten – sehr gerne überfallen!

Yaxchilán

Nach einer Nacht in Palenque ging es am nächsten Morgen weiter nach Yaxchilán.

Yaxchilán liegt an einer Flussschleife am Rio Usumacinta, der gleichzeitig auch die Grenze zum benachbarten Guatemala bildet. Abseits jeglicher Zivilisation, mitten im Urwald gelegen ist die Ausgrabungsstätte nur durch eine ca. einstündige Fahrt mit Lanchas flussaufwärts zu erreichen.

Um die Gran Plaza zu erreichen, muss man erst mal seinen Weg durch El Laberinto (Edificio 19) finden! 😉 Hat man dies jedoch geschafft, eröffnet sich einem ein länglicher Platz, der von den umstehenden Bäumen beschattet wird. Neben dem obligatorischen Juego de Pelota gibt es auch einige Stelen, und Ausgrabungen zu bewundern. Folgt man der Treppe auf der rechten Seite des Platzes, gelangt man zum Edificio 33, dem am besten erhaltenen Tempel von Yaxchilán. In dessen Inneren befindet sich eine kopflose Statue des Herrschers Pájaro Jaguar IV..

Verbunden mit der abenteuerlichen Anreise über den Rio Usumacinta ist Yaxchilán sicherlich eines meiner persönlichen Highlights Méxicos.

Palenque

Mitten im Urwald liegt die alte Mayastadt Palenque, eine der Perlen Méxicos. Zum Höhepunkt seiner Macht, waren die Gebäude in Palenque blutrot bemalt und mit blauen und gelben Stuckdetails versehen. Rings um die Ausgrabungen sind die Brüllaffen im Wald deutlich zu vernehmen.

Am beeindruckendsten sind hier sicherlich der Templo de las Insripciones und El Palacio mit seinem markanten Turm. Steigt man unter schweißtreibender Hitze die Treppen zum ebenfalls beeindruckenden Templo de la Cruz hinauf, wird man mit einem faszinierenden Blick über Palenque und die Ebene der Golfküste belohnt.

Cataratas de Agua Azul & Misol-Ha

Auf dem Weg nach Palenque machen die meisten Touranbieter einen Abstecher zu den Cataratas de Agua Azul und zu Misol-Ha.

Die weißen Wasserfälle von Agua Azul donnern über viele, viele Stufen hinweg in türkisfarbene Becken hinab. Ein Schild mit der Aufschrift „Dangerous not to swim“ lädt jedoch nicht zum Schwimmen ein, sondern meint exakt das Gegenteil. Die Strömungen sind stark und heimtückisch.

Etwas weiter Richtung Palenque liegt Misol-Ha. Das Wasser fällt hier 35 Meter tief in ein Becken umgeben vom Urwald. Ein kleiner Pfad führt hinter den Wasserfall. Hier wurden auch einige Szenen zu Arnold Schwarzeneggers 80er-Jahre Action-Kracher Predator gedreht.

San Juan Chamula & San Lorenzo Zinacantán

Von San Cristóbal aus lohnt sich ein Ausflug in die umliegenden Dörfer San Juan Chamula und San Lorenzo Zinacantán. Die Einwohner von Chamula gehören dem Volksstam der Tzotzil an und sind Nachfahren der Maya. Bekannt sind sie dafür, dass sie ihre Kultur und Religion vehement gegen äußere Einflüsse verteidigen. Wenn man in die Kirche gelassen wird – was nicht selbstverständlich ist – kann man eine ungewöhnliche Mixtur aus Christentum und vorspanischen Traditionen beobachten. Der Boden ist mit Kiefernnadeln bedeckt und es schwebt eine dichte Weihrauchwolke im Raum.

In Zinacantán haben wir eine Familie besucht die schöne Handarbeiten verkauft und die über offenem Feuer die vermutlich besten Tortillias Méxicos hergestellt hat.

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