Junge Tiger – Action aus Asien

Wer schon immer mal wissen wollte, was den Charme des asiatischen Kinos ausmacht, oder sich einfach nur einen kleinen Einblick in das „fremde“ Kino verschaffen möchte, dem sei die Reihe Junge Tiger – Action aus Asien ab dem 28. Juli im ZDF ans Herz gelegt.

Gezeigt werden unter anderem die ersten beiden Teile der Infernal Affairs Trilogie (HK), sowie Jackie Chans Rumble In The Bronx (HK) und das koreansiche Schwertkämpferepos Bichunmoo. Daneben laufen noch Heroic Duo (HK), der südkoreansiche U-Bahn-Thriller Tube sowie der Horrorthriller The Legend Of The Evil Lake (SK) und einige weitere asiatische Produktionen der jüngeren Zeit.

Der erste Teil von Infernal Affairs erzählt die Geschichte des Cops Yan (Tony Leung Chiu Wai), der bei den Triaden als Maulwurf eingeschleusst wurde und von Ming (Andy Lau Tak Wah) der als Polizist die Triaden mit Informationen versorgt. Eines Abends kreuzen sich die Wege der beiden und jede Seite realisiert, dass ein Maulwurf in ihren Reihen sitzt. Kurz darauf wird Ming befördert und zu Internal Affairs versetzt, wo seine erste Aufgabe sein soll, den Verräter in den eigenen Reihen zu finden.
Nach zehn Jahren Undercover-Arbeit, mehreren Verhaftungen und der von seinen Vorgesetzten – u.a. Anthony Wong Chau Sang als Chefinspektor Wong – verordneten psychologischen Beratung möchte Yan nichts anderes als, als normaler Polizist seine Arbeit zu verrichten. Um dies zu erreichen, muss er jedoch zuerst den Triadenboss Sam (Eric Tsang) überführen. In einem irren Katz-un-Maus-Spiel in und über Hong Kong versuchen Yan und Ming den gegnerischen Maulwurf als erstes zu entlarven.
Der gewaltige Erfolg, den dieser Film in Asien hatte und die anhaltende Ideenlosigkeit in Hollywood führten dazu, dass Martin Scorsese gerade ein Remake mit Leonardo DiCaprio und Matt Damon in den Hauptrollen dreht.
Der zweite Teil von Infernal Affairs erzählt als Prequel, wie Ming (jetzt Edison Chen Koo Hei) und Yan (jetzt Shawn Yue Man-Lik) vor über 10 Jahren ihre „Karriere“ in den gegnerischen Reihen begannen und wie sie in diesen langsam nach oben steigen.

Keung (Jackie Chan) besucht seinen Onkel Bill (Bill Tung) in der New Yorker Bronx, da dieser heiraten möchte. Zu Keung’s Überraschung handelt es sich nicht um eine Chinesin. Während sein Onkel in Flitterwochen ist, soll Keung Elaine (die leider viel zu früh verstorbene Anita Mui) im kürzlich von Onkel Bill erworbeneme Supermarkt aushelfen. Doch die Rockerbande um Tony (Marc Akerstream) macht dies zu einem schwierigen Unterfangen. Zu allem Überfluss vermutet die New Yorker Mafia ihre verscwundenen Diamanten auch noch in Keungss Händen. Es rumpelt gewaltig in der Bronx – Rumble In The Bronx, oder wie es im Titelsong von Ash so schön heißt: „Everybody is Kung-Fu-Fighting“.

Tube habe ich leider noch nicht gesehen, kann also nichts dazu sagen, aber hier gibt es zumindest schonmal einen interaktiven Streckenplan von Seouls U-Bahn-Netz.

Alle Sendetermine und Filme im Überblick

Donnerstag, 28. Juli 2005, 23.00 Uhr
Rumble in the Bronx
(Hung Fau Kui / Rumble in the Bronx)
Hongkong / USA 1995
Regie: Stanley Tong
Dolby Surround

Donnerstag, 04. August 2005, 23.00 Uhr
Jagd am Limit
(Tyubeu / Tube)
Südkorea 2003
Regie: Baek Woon-hak
Deutsche Erstausstrahlung / Dolby Surround

Samstag, 06. August 2005, 23.20 Uhr
Nur der Tod ist kälter
(Whiteout)
Japan 2000
Regie: Setsurou Wakamatsu
Deutsche Erstausstrahlung / 16:9 / Dolby Surround

Freitag, 12. August 2005, 22.45 Uhr
Der Fluch des dunklen Sees
(Cheonnyyeon ho / The Legend of the Evil Lake)
Südkorea 2003
Regie: Lee Kwang-hoon
Deutsche Erstausstrahlung / 16:9 / Dolby Surround

Samstag, 13. August 2005, 23.55 Uhr
Showdown in Seoul
(Seoul)
Japan 2002
Regie: Masahiko Nagasawa
Deutsche Erstaufführung / Dolby Surround

Freitag, 19. August 2005, 22.45 Uhr
Infernal Affairs – Die achte Hölle
(Wu jian dao / Infernal Affairs I)
Hongkong 2002
Regie: Andrew Lau, Alan Mak
Deutsche Erstausstrahlung

Samstag, 20. August 2005, 23.50 Uhr
Infernal Affairs – Abstieg in die achte Hölle
(Wu jian dao 2 / Infernal Affairs II)
Hongkong 2003
Regie: Andrew Lau, Alan Mak
Deutsche Erstausstrahlung

Freitag, 26. August 2005, 22.50 Uhr
Ein heldenhaftes Duo
(Shuang xinog / Heroic Duo)
Hongkong 2003
Regie: Benny Chan
Deutsche Erstausstrahlung / 16:9 / Stereo

Samstag, 27. August 2005, 23.50 Uhr
Das Geheimnis des Meisters
(Bichunmoo / Flying Warriors / Out Live)

Südkorea / VR China 2000
Regie: Kim Young-jun
Deutsche Erstausstrahlung / 16:9 / Stereo

Samstag, 27. August 2005, 1.35 Uhr
The East is Red – Die Rache des Meisters
(Tung Fong Bat Bai III / China Swordsman II / The East is Red)
Hongkong 1993
Regie: Ching Siu-tung, Raymond Lee
16:9

Pressemeldung:

Das ZDF zeigt ab dem 28. Juli in der Reihe „Junge Tiger – Action aus Asien“ 10 Spielfilme aus Asien. Unter anderem zu sehen sind „Infernal Affairs 1+2“ und „The Legend of the Evil Lake“.

Spielfilme aus Asien zählen zum innovativsten Unterhaltungskino, das man derzeit auf internationaler Ebene vorfindet. Künstlerisch ambitionierte Martial-Arts-Filme wie „Tiger & Dragon“, „Hero“ oder „House of Flying Daggers“ haben weltweit für Begeisterung gesorgt und in den Kinos hohe Einspielergebnisse erzielt. Mittlerweile hat das Genre sogar Eingang in deutsche Werbespots gefunden.

Doch das fernöstliche Kino ist mehr als diese bekannten Exportschlager aus Hongkong / China. In anderen Ländern wie Südkorea, Japan und Thailand sind in den letzten Jahren blühende Filmlandschaften entstanden, die sich mit eigenen Produktionen beim heimischen Publikum erfolgreich gegen die ausländische Konkurrenz behaupten können. Die Geschichten sind modern und temporeich erzählt. Die Traditionen des asiatischen Erzählstils werden gekonnt mit westlichen Einflüssen vermixt. Die technischen Spezialeffekte, die Schauwerte und die handwerkliche Qualität der Produktionen entsprechen internationalen Standards und brauchen sich vor den großen Hollywood-Produktionen nicht zu verstecken. Oftmals werden auch eigene nationale Trends gesetzt, wie zum Beispiel in Japan, wo der subtil inszenierte Horrorfilm seit einigen Jahren seine Erfolge feiert. Dies hat mittlerweile auch Hollywood entdeckt, wo eine Welle von Remakes angelaufen ist, die Filme wie „Ring“ oder „Ju-on: The Grudge“ für das amerikanische Publikum adaptiert. Und auch Hongkong wird inzwischen von Hollywood zweitverwertet: Kein Geringerer als Martin Scorsese dreht derzeit das Remake des Hongkong-Erfolgs „Infernal Affairs“ mit den Superstars Leonardo DiCaprio und Matt Damon in den Hauptrollen.

Mehr als nur Kung-Fu: „Junge Tiger“ öffnen ein Fenster zum boomenden Kino-Kontinent Asien

Trotz der internationalen Popularität einiger Spitzenprodukte findet das Gros der asiatischen Spielfilme hierzulande aber nicht den Weg zum breiten Publikum. Im Kino oder Fernsehen werden hin und wieder einige wenige Titel vereinzelt ausgewertet. Wer sich mit dem fernöstlichen Kino beschäftigen will, der ist seit Jahren vor allem auf den DVD-Markt angewiesen. Hier hat sich mittlerweile eine wachsende Fan-Gemeinde aus jüngeren Zuschauern herausgebildet, die die Entwicklungen und Strömungen in den einzelnen Filmländern kontinuierlich mit Interesse und Sachverstand verfolgt.

Um diesem Interesse Rechnung zu tragen, aber auch aus der eigenen Faszination für das asiatische Unterhaltungskino ist die Idee zu den „Jungen Tigern“ entstanden: Die Reihe soll – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – ein erster Schritt sein, einige ausgewählte Segmente dieser reichen Kino-Kultur über die Spezialisten-Gemeinden hinaus einem größeren Zuschauerkreis bekannt zu machen.

Unter dem Label „Junge Tiger – Action aus Asien“ werden zehn Spielfilme aus den Genres Martial Arts, Politthriller, Krimi und Action präsentiert. Acht Filme sind Free-TV-Premieren. Davon stammen jeweils drei Titel aus den Filmländern Hongkong und Südkorea, zwei aus Japan. Hinzu kommen mit „Rumble in the Bronx“ und „The East is Red – Die Rache des Meisters“ zwei moderne Klassiker, die der Reihe einen schwungvollen Rahmen setzen.

Die „Jungen Tiger“ bieten erstmals im deutschen Fernsehen in kompakter Form einen Einblick in die aufregende Welt des neuen asiatischen Kino-Entertainments: jung, exotisch, spannend, mit Tempo, Witz und Fantasie.

Quelle: ZDF

Veröffentlicht von

Informatiker mit einem Faible für Asien im Allgemeinen und Hong Kong im Speziellen sowie (asiatisches) Kino! Du findest mich auch auf Google+.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.